Über uns


Die ebusplan GmbH ist eine Ausgründung aus der RWTH Aachen. ebusplan kombiniert technische Expertise, umfangreiche Erfahrungen aus vielen Forschungs- und Demonstrationsprojekten im Bereich Elektrobusse, und innovative Simulations- und Optimierungswerkzeuge zu Beratungs­dienst­leistungen für Verkehrsbetriebe und Aufgabenträger / Städte. Die Vorgeschichte von ebusplan und den Erfahrungen der Teammitglieder ist eng verbunden mit den Aktivitäten des Instituts für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen. 

In dem Projekt “H2-Bus-NRW” (2008-2014) wurden vier hybrid-elektrische Brennstoffzellenbusse entwickelt und im realen Linieneinsatz in Amsterdam und Köln betrieben. Die Aktivitäten des ISEA (koordiniert von Philipp Sinhuber) umfassten Modellierung und Simulation des gesamten elektrischen Antriebstrangs, Alterungstests an verschiedenen Batteriesystemen (NiMH-Batterien, elektrochemische Doppelschichtkondensatoren, Lithium-Ionen-Batterien), Datenaufzeichnung von mehr als 3 Jahren realem Linieneinsatz und Evaluierung dieser Daten. Unter anderem wurden Energie- und Wasserstoffverbrauch und Wirkungsgrade nach den einzelnen Verbrauchern / Komponenten des Antriebstrangs ausgewertet, die Alterung der Brennstoffzellen und der beiden Energiespeicher­sys­teme erfasst, die entwickelten Simulationsmodelle validiert, und Energiemanagement-Algorithmen (Leistungsaufteilung) der Fahrzeuge entwickelt und optimiert. Darüber hinaus entstand ein Optimierungswerkzeug zur Simulation und technischen Auslegung von Brennstoffzellenhybridbussen.

Sich der Herausforderung bei der Integration von Elektrobussen und vor allem der Integration der Ladephasen in die bestehenden Betriebsabläufe (konkret: Umlaufpläne) bewusstwerdend, initiierten Philipp Sinhuber, Matthias Rogge und Werner Rohlfs die Aktivitäten rund um das Schnelllade-Konzept, welches zurzeit in Münster demonstriert wird. Von 2010 an entwickelte das Team die Nachlade-Philosophie (Schnellladung an den Endhaltestellen mit hohen Leistungen von bis zu 500 kW, um die Ladedauer zu reduzieren; konduktive Energie­über­tragung), stellten das Konsortium zusammen (Busbetreiber, Bushersteller, Batteriesystemlieferant, Entwickler für das konduktive Koppelsystem, Entwickler für die 500 kW Ladegeräte), akquirierten die Fördermittel (BMBF-gefördertes Projekt “SEB” und EU FP7 Projekt “ZeEUS”), und koordinierten die Aktivitäten. Diese Projekte haben vielfältige Erfahrungen – nicht nur wissenschaftliche, sondern auch Praxiserfahrung aus dem Linienbetrieb und entsprechender Auswertung – gebracht, die rar sind in dem relativ jungen Elektrobus-Segment.

In 2013 entwickelte das Team das Konzept für das Electrification Planner-Softwarewerkzeug (EP) und brachte die Aktivitäten und Kompetenzen des ISEA in den Bereichen Modellierung von elektrischen Antriebsträngen, Modellierung von Batteriesystemen und Optimierungsalgorithmen zusammen. In dem Projekt “Municipal E-Bus Planner 1” (Munep 1) von 2014 haben Philipp Sinhuber, Matthias Rogge und Max Sistig mit verschiedenen Busbetreibern zusammengearbeitet (ASEAG in Aachen, GVB in Amsterdam, Wiener Linien und BVG in Berlin), Anforderungen gesammelt und schließlich den EP entsprechend realer Anforderungen der Verkehrsbetriebe entwickelt. Der EP wurde erstmalig für zwei verschiedene Szenarien in Aachen angewendet (eine einzelne Buslinie und einmal drei Buslinien zusammen in einer integralen Betrachtung).

Die Kommerzialisierung startete mit der Gründung der ebusplan GmbH in 2015. Seitdem wurde und wird der EP von ebusplan weiterentwickelt und für verschiedene Städte angewendet. Neben Direktbeauftragungen durch Verkehrsbetriebe und Aufgabenträger in Städten wie Kopenhagen, Brüssel und Würzburg ist das Projekt “Municipal E-Bus Planner 2” (Munep2, gefördert von Climate-KIC) ein Beispiel. Im Rahmen des Projekts werden Szenarien in London (TfL), Birmingham (National Express Bus), Utrecht (QBuzz), und Berlin (BVG) betrachtet. Die enge Kooperation mit der Forschungsgruppe für Batteriespeichersysteme (Prof. Sauer) des ISEA ermöglicht es ebusplan, die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Batterieforschung in die Beratung miteinfließen zu lassen und den Kunden einen realistischen Überblick über zukünftige Entwicklungen (z.B. hinsichtlich Energie­dichte und Kosten) der Batterietechnik geben zu können. Im Frühjahr 2016 hat ebusplan das Electrification Planner-Softwarewerkzeug (EP) um eine dedizierte Umlaufplanungs-Funktionalität für Nachtlader (genauer: Depotlader, da auch Laden während des Tages im Depot möglich wird – „Back-to-home“-Konzept) erweitert.

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